Reiserecht

Bei Flugverspätungen oder anderen Änderungen an dem geplanten Flug sind verschiedene Möglichkeiten gegeben, um Ersatz vom Luftfahrtunternehmen oder dem Reiseveranstalter zu bekommen.

Zunächst ist zu unterscheiden, ob es sich lediglich um einen separaten Flug handelt oder ob der Flug Teil einer Pauschalreise ist. Eine Flugverspätung von bis zu vier Stunden rechtfertigt keinen Anspruch auf Minderung des Reisepreises gegenüber dem Reiseveranstalter. Dies wird lediglich als Unannehmlichkeit angesehen, die hinzunehmen ist.

Allerdings können bei einer Verspätung von über 2 Stunden und einer Flugdistanz von unter 1.500 km bereits Ansprüche auf Unterstützungsleistungen oder unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche auf Erstattung der Flugkosten oder anderweitige Beförderung entstehen.

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Der EuGH hat am 04.09.2014 (AZ: C-425/13) die Rechte der Fluggäste im Falle einer Verspätung deutlich gestärkt. Nach der EG-VO 261/04 (Fluggast VO) stehen Fluggästen im Falle einer Verspätung von über 3 Stunden jeweils...

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Verspätungen im Flugverkehr stellen bereits ein Ärgernis dar. Schlimmer sind jedoch Flugannullierungen, weil viele Airlines nicht dazu bereit sind, die Kosten für eine Übernachtung im Hotel zu übernehmen.

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Der Gerichtshof der europäischen Union hat zugunsten der Verbraucher entschieden, dass bei einem Kauf eines Flugtickets über das Internet künftig kostenpflichtige Zusatzleistungen nicht einfach im Preis mit eingerechnet werden dürfen. Insbesondere sei es unzulässig, dass ein Kunde diese Leistung bewusst abwählen muss („opt-out“); vielmehr muss der Kunde diese künftig selbst anklicken können („opt-in“).

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